Praxis für Neurochirurgie
Dr. med. Daniel Martin
Hüblerstraße 1, 01309 Dresden

Telefon: 0351 312767-10
Telefax: 0351 312767-20

Unfallbedingte Verletzungen der Wirbelsäule

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Verletzungen der Wirbelsäule treten zum einen nach Unfällen mit Einwirkung großer Kräfte auf und zum anderen bei Bagatellstürzen, wenn die Knochensubstanz zum Beispiel durch Osteoporose nicht mehr genügend Festigkeit aufweist. Es können alle Kompartimente der Wirbelsäule, das heißt der knöcherne Anteil, der Bandapparat und die Nervenstrukturen betroffen und geschädigt sein.

Diagnose

Diagnostiziert werden Verletzungen der Wirbelsäule durch die klinische Untersuchung und den bildgebenden Verfahren wie das CT und MRT. Zusätzlich kann ggf. eine elektrophysiologische Untersuchung sinnvoll sein.

Therapie:

Die Therapie ist stark von der Art und dem Schweregrad der Verletzung abhängig. Neben der eigentlichen Verletzung müssen im Rahmen der Therapie auch die möglichen Folgeschäden bzw. Begleiterkrankungen (beispielsweise Wirbelgleiten, Osteoporose) betrachtet werden.

Konservative Therapie

Sollte eine operative Therapie nicht angezeigt sein oder sich der Patient gegen diese entschieden haben stehen uns die Möglichkeiten mittels Stützkorsett und Physiotherapeutische Maßnahmen zur Verfügung. Ich erarbeite gemeinsam mit den Therapeuten und Orthopädietechnikern ein geeignetes Konzept zur konservativen Therapie. Dieses muss regelmäßig überprüft und im Heilungsverlauf kontrolliert werden um Fehlentwicklungen zeitig zu erkennen und Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.

Operative Therapie:

Es stehen zur operativen Versorgung verschiedene Techniken und Möglichkeiten zur Verfügung (offene oder minimalinvasiv über kleine Hauteinschnitte eingebrachte Verschraubung der Wirbelkörper um eine verloren gegangene Stabilität wieder herstellen zu können, Techniken zur Wirbelkörperstabilisierung im Sinne von Kyphoplastie)

Wenn es zu Sinterungsbrüchen der Wirbelsäule kommt, die durch Bagatellunfälle bei Osteoporose sowie bei Tumorbefall oder Metastasen der Wirbelsäule hervorgerufen werden, kann Knochenzement (Kyphoplastie) helfen. Bei der Kyphoplastie wird über eine dünne Kanüle Knochenzement eingebracht wodurch der Wirbelkörper aufgerichtet und stabilisiert werden kann.

Nachbehandlung:

Die Nachbehandlung nach einer Wirbelsäulenverletzung ist sehr individuell und besteht in einer regelmäßigen Verlaufsvorstellung, um die Erholung und den Fortschritt des Heilungsprozesses überprüfen zu können. Häufig sind CT-, MRT- oder Röntgenaufnahmen zur Beurteilung erforderlich. Sind durch die Verletzung Defizite im Sinne von Lähmungserscheinungen oder Funktionseinschränkungen aufgetreten wird in den meisten Fällen eine ambulante oder stationäre Rehabilitationsbehandlung erforderlich. Ich stehe den Therapeuten dieser Einrichtungen gern für Rückfragen zur Verfügung und suche den Austausch mit den Kollegen und Therapeuten der Rehabilitationskliniken um eine möglichst individuelle Behandlung zu erreichen.

Quelle: https://neuromartin.de/Unfallbedingte_Verletzungen_der_Wirbels%C3%A4ule